Liebe Sonja, ich bin auch Kartenlegerin und spüre, dass Du alles liebevoll und ehrlich aufgedeckt hast. Fühl Dich umarmt.
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Aus dem ursprüngliche Lesen der Teeblätter ist wohl später das Lesen aus dem Kaffeesatz entstanden. Die Teeblätter wurden in Asien und besonders in Japan zum Wahrsagen häufig zu Rate gezogen.
Man hob den Deckel der Teekanne ab und deutete wie sich die Teeblätter im ruhigen Wasser der Kanne an der Oberfläche bewegten oder wie sie sich in der Teetasse am Boden absetzten, wenn die Tasse geleert war.
Diese Methode gab es schon bei den römischen Wahrsagern, die den Bodensatz des Weins deuteten, der sich am Boden eines Bechers gebildet hatte.
So gibt es auch die unterschiedlichsten Methoden um aus dem Kaffeesatz, oder auch Kaffeedomantie, zu lesen. Einmal wird der noch nasse Kaffee mit den Fingern umgerührt, bevor dieser austrocknet und danach werden die Muster gedeutet.
Bei einer anderen Methode wird der Sud der leergetrunkenen Tasse dreimal geschwenkt, während man sich etwas wünscht, bis der Sud am Tassenrand verbleibt. Die Tasse wird dann umgekehrt auf die Untertasse gestellt und wenn der Kaffeesud in der Tasse getrocknet ist, wird aus ihm die Zukunft gedeutet oder die Erfüllung des Wunsches.
Auch gibt es die Variante die Körnchen des Kaffeesatzes zu waschen und zu trocknen. Die getrockneten Körnchen bewegt man solange auf einem flachen Teller bis die gesamte Fläche des weißen Tellers bedeckt ist. Es werden dann die Figuren, diese sich während des Trocknungsprozesse bilden gedeutet.
Die Kunst der Deutung des Kaffeesatzes beruht auf der Fixierung natürlicher Elemente in einer unvorhersehbaren Ordnung. Den Formen und Gestalten, die hierbei zustande kamen wurde eine symbolische Deutung zugeordnet. Diese war mit Zeichen verbunden von denen dann die Vorhersagen abgeleitet wurde.
Das Weissagen aus dem Kaffeesatz geht auf das Ende des 17. Jahrhunderts zurück. Die Wirksamkeit dieser Methode, die insbesondere bei Frauen in südeuropäischen und südosteuropäischen Kulturen ein beliebtes Freizeitvergnügen ist, wurde nie wissenschaftlich nachgewiesen, vor allem deshalb, weil niemand ernsthaft daran glaubt und sich die Wissenschaft auch nie mit dem Thema befasst hat.
Diversen Überlieferungen zufolge gilt das Lesen im Kaffeesatz als reiner Aberglaube, allerdings pflegen andere Länder diese Art des Orakels und die Könner dieses Gebietes sind hoch angesehen.